Untiefen der Schuld: Judas Ischariot – der Schuldige?

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Am 4. März um 19:00 Uhr in der Sebastianikapelle ist Sebastian Klein in Lot Vekemans „Judas“ zu sehen. Gedanken über moralische Schuld, ökonomische Schulden und wie sich die beiden in unserem Denken und Handeln immer wieder verwirren.
Ein monologisierender Mann steht auf der Bühne. Es ist Judas, der über 2000 Jahre hinweg zum Sinnbild des Schuldigen wurde. Er bietet seinen Namen zum Tausch, versucht, die überlieferte Geschichte von einer anderen Seite zu betrachten. Es geht um Jesus Christus, den Erlöser, der für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben sein soll und seine Beziehung zum Apostel Judas, dem in Lot Vekemans Stück Judas die Stimme gehört.
Lot Vekemans scheint mit ihrer Frage nach Judas einen ganzen Komplex, der um das Thema der Schuld kreist, aufzurufen. Mit der Intention der Figur, die Geschichte um Jesus und Judas anders zu erzählen, eröffnet sie womöglich nicht nur den Weg hin zu einer alternativen Geschichtserzählung, sondern auch die Reflexion über Schuld als ursprünglich christlichmoralischen Wert in einer säkularen Gesellschaft. In welchen Formen trifft man heutzutage auf Schuld und welche Bedeutung hat dabei diese eigensinnige Nähe der Worte in der deutschen Sprache?
Im Anschluss an das Stück besteht die Möglichkeit zur Diskussion dieser Fragen.

Der Arbeitskreis für Ökumene und das Katholische Bildungswerk laden ein:
Sonntag, 4. März 2018, 19.00 Uhr, Sebastianikapelle „Judas“

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