Pfarrprofil

Pfarrprofil der Pfarre St. Leopold
(Sachsenviertel)

Erzdiözese Wien, Dekanat Klosterneuburg

zur Vorbereitung der bischöflichen im Herbst 2003

Dankbar haben wir die Anregung aufgenommen, zur Vorbereitung auf die Visitation durch Seine Eminenz Herrn Dr. Christoph Kardinal Schönborn Rückschau zu halten, die Entwicklung unserer Pfarrgemeinde in den letzten Jahren zu reflektieren und auch einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft zu werfen.
Die Situation unserer Pfarre ist dabei eine besondere. Auf der einen Seite hatten wir in den letzten Jahren einen Seelsorger, der gleichzeitig Novizenmeister des Chorherrenstiftes Klosterneuburg war. Dadurch bedingt stand er uns nicht als „Vollzeitseelsorger“ zur Verfügung und die Pfarre hat gelernt, vieles, was keine Aufgabe des Priesters ist, eigenständig zu erfüllen. Sie hat aber auch durch den engen Kontakt mit dem Noviziat sehr profitiert und viel Erfreuliches erlebt durch das Kennenlernen und Begleiten junger Männer, die sich zum Priesterberuf und Ordensleben berufen fühlen. Auf der anderen Seite steht unserer Pfarrgemeinde nun in den nächsten Wochen ein Wechsel des Seelsorgers bevor, da das Noviziat des Stiftes stetig anwächst und die doppelte Aufgabe für einen Priester dadurch zu belastend ist und dazu führt, dass eine der beiden Verantwortungen leidet. Alles, was daher an Bestandsaufnahme in unserem Pfarrprofil zu lesen ist, wird sich in nächster Zeit möglicherweise wandeln.
Das Pfarrprofil wurde in unserer Pfarre von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates gemeinsam erarbeitet und in manchen Punkten lange diskutiert. Manches, was uns nicht bewusst war, ist vielleicht durch gezielte Überlegungen jetzt mehr ins Blickfeld gerückt, vieles, was uns bewegt, motiviert, Hoffnung schenkt oder traurig macht, konnte im Zuge der Diskussion angesprochen werden.
Deswegen danken wir für diese „Aufgabenstellung“. Wir sehen sie und die Visitation im Herbst als Chance an, unsere Pfarre einerseits so zu zeigen, wie wir sie sehen und erleben, als einen Ort der lebendigen Gemeinschaft von Alten und Jungen, einen Ort, wo Gebet und Glauben lebendig sind und viele Menschen gemeinsam bemüht sind, Reich Gottes Wirklichkeit werden zu lassen, andererseits auch unsere Ängste und Sorgen anzusprechen und ins Bewusstsein zu rücken.
In diesem Sinne bitten wir Sie, unser Pfarrprofil entgegenzunehmen.

Unterschriften:
Pfarrer
Stellvertr. Vors. des PGR
Pastoralassistentin

Kirche als Volk Gottes – Communio

Unsere Pfarre ist in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit. Die Pfarrkirche ist eine der letzten Kirchen, die vor dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt wurden, die Grundsteinlegung war am 29. September 1936, die Weihe der Kirche erfolgte am 6. November 1938. Zur Pfarre wurde St. Leopold 1940.

Die Pfarre ist geprägt durch die Umgebung, in der die Kirche steht. Das Sachsenviertel ist in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen, einerseits durch viele wohlhabende Menschen, die aus Wien „ins Grüne“ zogen, andererseits durch die rege Bautätigkeit der Stadtgemeinde Klosterneuburg, die vor allem in den letzen Jahren verstärkt geförderte Eigentumswohnungen in der Umgebung errichten ließ. Das Viertel hat eine sehr hohe Wohnqualität und eine gute Infrastruktur. Die größte Klosterneuburger Volksschule mit Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr und einer der größten Kindergärten liegen wenige Schritte von der Kirche entfernt. Die Einwohnerzahl des Sachsenviertels liegt bei etwa 2500 Einwohnern, von denen etwa 1900 Katholiken sind. Der Großteil der Nichtkatholiken, die im Pfarrgebiet wohnen, sind Protestanten und Menschen ohne religiöses Bekenntnis. Der Ausländeranteil in unserem Viertel ist eher gering, daher auch der Anteil an Muslimen.

Durch den starken Zuzug in den letzten Jahren ist der Anteil an jungen Familien sehr hoch. Das ist auch in der Pfarre deutlich spürbar, da die Kinder- und Jugendpastoral, sowie die Einbindung der Familien schon unter unserem vorigen Seelsorger, Hw. Herrn Pfarrer Hermann Schwab, ein großes Anliegen gewesen ist, woran sich auch nach dessen Pensionierung nichts geändert hat. Die meisten Menschen, die hier leben, sind gut situiert und können politisch dem bürgerlich-liberalen Lager zugeordnet werden. Die vertretenen Berufsstände sind in erster Linie Angestellte, Selbständige und Beamte, aber auch etliche Zweitwohnsitze prägen das Bild. Der Kontakt zur Stadtgemeinde Klosterneuburg ist sehr gut, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates ist Stadtrat in der Gemeinde, der Bürgermeister und viele Gemeinderäte sind regelmäßige Gottesdienstbesucher, auch in unserer Pfarre.

In den letzten Jahren ist am Stadtrand zu Wien ein großes Industriegebiet entstanden, in dem zahlreiche Firmen angesiedelt wurden. Das hat einerseits einen Impuls für den Klosterneuburger Arbeitsmarkt gegeben, andererseits für die Pfarre einige Kontakte zu Firmen ermöglicht, die in vielen Bereichen die Arbeit erleichtern (Inserate für den Pfarrbrief, Autobusse für die Pfarrwallfahrt und das Jungscharlager usw.)

Die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen, die in der Pfarre leben, könnte man, überspitzt formuliert, als Suche nach „Full Service“ bezeichnen. Die Pfarre hat die Aufgabe, da zu sein und die Wünsche, zum Beispiel nach kirchlichen Feiern, Begleitung in Krisensituationen usw. zu befriedigen. Sehnsüchte werden selten direkt ausgesprochen, doch was angeboten wird, wird in Anspruch genommen und eingefordert, wenn es einmal unterbleibt. Aber trotzdem ist eine große Aufgeschlossenheit für Neues da, die Menschen reagieren auf Veränderungen, nachdem sie gut überlegt und von allen Seiten abgewogen wurden, durchaus positiv und nehmen neue Gottesdienstformen, Veranstaltungen und ähnliches gerne an.

Die spirituelle Situation ist getragen von einem starken Gemeinschaftsgefühl, das von den Jungen bis zu den Alten reicht und in allen Bereichen des pfarrlichen Lebens spürbar wird. Wir sind dankbar dafür, dass es keine Gruppierungen und Spaltungen in der Pfarre gibt, sondern dass die Menschen gerne zusammenkommen und miteinander beten, feiern und sich austauschen. Die Frömmigkeit der Menschen ist wohltuend „normal“, die spirituellen Angebote werden von allen Altersgruppen angenommen. Getragen ist das Ganze von den vielen stillen Betern, die Gottes Segen auf unsere Pfarre herabgerufen haben.

Der am stärksten gemeinschaftsbildende Punkt ist sicher das Pfarrcafe, das an jedem Sonntag nach der Hl. Messe stattfindet und das zu einem Fixpunkt für viele Gottesdienstbesucher geworden ist. Es bietet nicht nur die Möglichkeit zu persönlichem Gespräch mit anderen Pfarrangehörigen, sondern es ist auch ein guter Ort, um Menschen, die neu in die Pfarre gekommen sind, mitzunehmen und einzubinden.

Ein Punkt, der im Pfarrprofil nicht vorkommt, den wir aber gerne noch ergänzen wollen, ist alles das, was gemeinschaftsbildend ist, aber nicht direkt zu den spirituellen und religiösen Aufgaben einer Pfarre gehört. Doch gerade über solche Gruppen und Veranstaltungen finden Menschen einen losen Anknüpfungspunkt, der vielleicht beim einen oder anderen doch auch zu einer Vertiefung oder einer Suche nach mehr führen kann. Zu diesen Dingen zählen außer dem oben erwähnten Pfarrcafe auch Einrichtungen wie die Seniorenjause, die einmal monatlich stattfindet, die Bastelrunde und die immer wieder veranstalteten Familienwanderungen, bei denen auch Menschen zu uns stoßen, die durchaus als „Fernstehende“ einzuordnen sind.

Liturgie/Sakramente

Eucharistie:
Unsere Pfarrkirche fällt besonders durch ihre Einfachheit und Kargheit auf. Sie ist im Stil der Dreißigerjahre des zwanzigsten Jahrhunderts gebaut und wurde schon im Geist der Liturgischen Bewegung des Pius Parsch geplant und ausgestattet. Für viele Menschen ist sie gerade dadurch, dass sie „leer“ und ruhig ist, sehr ansprechend. Sie ist eine Hallen-Kirche, der einzige Nebenraum ist die Sakristei. Die Unterkirche wird nur in der Karwoche für die Errichtung des Heiligen Grabes genützt.

Die Gottesdienstzeiten sind an die Bedürfnisse der Menschen angepasst, es gibt täglich außer Mittwoch eine Heilige Messe, wobei sie an zwei Wochentagen (Montag und Freitag) um 18 Uhr stattfindet, an zwei Wochentagen (Dienstag und Donnerstag) um 8 Uhr. Vor den Heiligen Messen um 18 Uhr und vor der Vorabendmesse am Samstag (ebenfalls um 18 Uhr) wird der Rosenkranz von einer Gruppe treuer Beter gebetet. Am Sonntag gibt es zwei Heilige Messen, um 8 Uhr und um 9.30 Uhr (Familienmesse). Die Anzahl der Gottesdienstbesucher ist in den letzten Jahren stabil, besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Besucher der Wochentagsmessen gleichbleibend ist und alle Altersgruppen umfasst. Die Besucherzahl der Familienmesse nahm in den letzten Jahren stark zu, ebenso wächst die Anzahl der Besucher der Vorabendmesse. Die Heilige Messe um 8 Uhr hat an Sonntagen einen Besucherrückgang zu verzeichnen.

Unsere Pfarrkirche ist täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Der Gottesdienstraum ist von einem Vorraum durch ein Gitter getrennt. In diesem Vorraum befinden sich zwei Kniebänke, die den Besuchern die Möglichkeit zu Gebet und Andacht geben. Auf diesen Kniebänken liegen verschiedene Gebetbücher als Hilfen auf.

Das Liedgut der Pfarre ist groß, ein sehr aktiver Liturgiekreis bemüht sich um regelmäßige Erweiterung und Erneuerung. In den Gemeindegottesdiensten wird in erster Linie das „Gotteslob“ verwendet, in den vom Jugendchor gestalteten Gottesdiensten kommt entweder der „David“ zum Einsatz oder es werden eigens zusammengestellte Liedtexte verwendet.

Die in der Pfarre üblichen Gottesdienstformen sind verschieden, die Hauptform ist die Eucharistiefeier. Eine Besonderheit dabei waren die im Advent dieses Kirchenjahres erstmals eingeführten Rorate-Messen, die in der Früh um 6.30 Uhr gefeiert wurden. Der Besucherzustrom übertraf die kühnsten Erwartungen, täglich kamen zwischen dreißig und vierzig Personen. Andere regelmäßig gepflegten Gottesdienstformen sind die verschiedensten Andachten, das Rosenkranzgebet, ökumenische Schul-Wortgottesdienste und die Tageszeitenliturgie in den Sommermonaten. In den Monaten Juli und August gab es in den vergangenen Jahren auch Wortgottesdienste am Sonntag statt der Hl. Messe um 8 Uhr, bei denen die Hl. Kommunion gespendet wurde. Der Grund dafür war, dass sich unser Herr Pfarrer mit dem Pfarrer von Nussdorf in den beiden Pfarren abwechselte und somit beide auf Urlaub fahren konnten. Die in unserer Pfarre entfallenden Eucharistiefeiern wurden an den Wochentagen durch Laudes und Vesper ersetzt, an den Sonntagen wurde fallweise statt der Hl. Messe um 8 Uhr ein Wortgottesdienst mit Kommunionspendung angeboten, um denjenigen, vor allem älteren Menschen, denen ein Ausweichen nicht möglich war, einen „Ersatz“ anzubieten. Dass die Gemeinde diese Lösung als Ersatz ansah, war durch den geringen Besuch der Wortgottesdienste am Sonntag erkennbar.

Im weitesten Sinn zu den Gottesdiensten sind vielleicht noch die geistlichen Konzerte zu zählen, die von Jugendchor oder Kirchenchor, den Organisten oder Gästen gestaltet werden und von den Pfarrangehörigen gerne besucht werden.

In den Gottesdiensten bemühen wir uns seit Jahren um die Einbindung der Gemeinde in die Aufgaben, die sie haben. In allen Gottesdiensten gibt es Ministranten und Lektoren, in den Sonntagsgottesdiensten zusätzlich Kantoren, Kommunionhelfer und Organisten. Wir sind in der glücklichen Situation, drei Organisten zu haben, die ihr Amt ehrenamtlich ausüben. Erfreulich ist, dass es einen guten Kirchenchor gibt, der mit sehr viel Engagement von einer unserer Organistinnen geleitet wird. Auch der stetig wachsende Jugendchor ist Anlass zu großer Freude und Hoffnung. Eine Besonderheit sind die Familiengottesdienste, die einmal monatlich von jeweils wechselnden Familien gestaltet werden, die dann Fürbitten oder Kyrie-Texte formulieren, eine Meditation beisteuern und ähnliches. Die Familien, die sich dazu melden, werden einmal jährlich zu einem Einkehrtag eingeladen, der sich einerseits mit dem Inhalt und Aufbau der Eucharistiefeier beschäftigt, andererseits auch praktische Fragen behandelt und Möglichkeiten zum Einüben gibt. Dieses Angebot wird gerne genutzt. In den Familiengottesdiensten, die immer mit Kinderpredigt sind, ist es außerdem üblich, dass die Kinder die Fürbitten lesen und die Gaben bei der Gabenbereitung zum Altar tragen. Einmal monatlich gibt es einen Kindergottesdienst, der in der Auswahl der Lieder und Einfachheit der Fürbitten und anderer variabler Texte, sowie durch den Aufbau der Predigt auf die Kinder zugeschnitten ist. Zu diesen Gottesdiensten werden in besonderer Weise die Erstkommunionkinder eingeladen.

Die Erstkommunionvorbereitung ist in unserer Pfarre mitgeprägt durch die Nachmittagsbetreuung in der Volksschule, die zur Folge hat, dass auch Kinder, die nicht in unserem Pfarrgebiet wohnen (manche kommen sogar aus Wien), bei uns die Erstkommunionvorbereitung besuchen. Es ist kein Geheimnis, dass es immer schwieriger wird, diese Kinder und deren Eltern zu einer Teilnahme am pfarrlichen Leben und zum Gottesdienstbesuch zu motivieren. Kommen die Kinder noch dazu aus ganz anderen Vierteln Klosterneuburgs, wird dies nicht einfacher. Das Erstkommunionmodell, das für die Vorbereitung verwendet wird, ist in den letzten Jahren durch die Erfahrungen mit anderen Modellen und Unterlagen entstanden. Es wurde von der Pastoralassistentin erarbeitet und wird gut angenommen. Die Kinder werden in kleinen Gruppen von Tischmüttern betreut. In diese Gruppen sind immer wieder auch die Novizen des Stiftes Klosterneuburg einbezogen, einerseits um die Arbeit in der Pfarre, die Beschäftigung mit Kindern und die Sakramentenpastoral kennen zu lernen, andererseits um den Kindern die Begegnung mit Menschen, die sich zum Priesterberuf entschieden haben, zu ermöglichen. In den letzten beiden Jahren ist als Ergänzung zu unserer Erstkommunionmappe eine Mappe für Kinder mit geistigen Behinderungen entstanden. Diese Mappe wurde notwendig, da in der Volksschule zu diesem Zeitpunkt eine Integrationsklasse geführt wurde, aus der zwei Kinder zur Erstkommunion gehen wollten. Die Vorbereitung wurde mit Hilfe einer Sonder- und Heilpädagogin, die in unserer Pfarre tätig ist, für die beiden Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend erstellt, und die Vorbereitung auf die Erstbeichte und Erstkommunion war für alle Beteiligten ein sehr schönes Erlebnis.

Immer wieder wenden sich kranke oder gehbehinderte ältere Menschen an die Pfarre, um die Krankenkommunion zu erhalten. Dies geschieht meistens direkt durch einen Anruf, oder aber Pfarrangehörige, die diese besuchen oder ihnen behilflich sind, wenden sich an die Pfarre. Eine Gruppe von Kommunionhelfern rund um unseren Herrn Pfarrer besucht die Kranken dann zu Hause. Auf eigenen Wunsch wird auch Pfarrangehörigen, die in den Klosterneuburger Pflegeheimen leben, der Empfang der Hl. Kommunion im Rahmen eines Besuches ermöglicht. Eucharistiefeiern außerhalb der Kirche sind sehr selten, da kein Pensionistenheim zu unserem Pfarrgebiet gehört.

Das Fronleichnamsfest ist ein alljährlicher Höhepunkt. Nach der Eucharistiefeier führt die Fronleichnamsprozession zu vier Altären, die im Pfarrgebiet verteilt sind und von einzelnen Familien aus der Pfarre geschmückt und betreut werden. Obwohl es in der Pfarre keine Vereine wie zum Beispiel Pfadfinder oder Freiwillige Feuerwehr etc. gibt, ist die Anteilnahme der Bevölkerung sehr gut und die Prozession jedes Mal sehr feierlich.

Taufe:
Wir sind eine sehr kleine Pfarre und deswegen ist auch die Anzahl der Taufen nicht sehr groß. Durchschnittlich werden zwischen fünfzehn und zwanzig Kinder pro Jahr in unserer Pfarrkirche getauft. Die Vorbereitung auf die Taufe erfolgt dabei durch unseren Herrn Pfarrer und die Pastoralassistentin. Die Taufen sind manchmal in der Familienmesse, manchmal in Einzelfeiern, je nach Wunsch der Eltern. Die Gemeinde wird in die Feier der Taufe einbezogen, wenn die Taufe im Gottesdienst stattfindet. Aber auch, wenn die Taufe in einer Einzelfeier ist, ist für die Pfarre der Täufling präsent, weil er an diesem Wochenende in allen Hl. Messen bei den Fürbitten erwähnt wird. Eine besondere Einbeziehung der Pfarrgemeinde in die Tauffeiern erfolgt durch den Jugendchor, der recht häufig gebeten wird, die Tauffeiern musikalisch zu gestalten. Nach der Taufe werden die Familien nicht weiterbegleitet, aber durch die Herstellung eines positiven Erstkontaktes finden viele später, wenn die Kinder im Kindergarten oder der Schule sind, den Weg über die Kinder in die Pfarre.

Ältere Kinder sind immer wieder unter den Taufwerbern, wobei die Kinder, die im Zuge der Erstkommunionvorbereitung getauft werden, zahlenmäßig überwiegen. Bei diesen Kindern ist aber oft das Gefühl vorhanden, dass sie getauft werden wollen, um zur Erstkommunion gehen zu können. In der letzten Zeit sind aber auch immer wieder große Kindergartenkinder im Alter von etwa fünf Jahren getauft worden. Diese Kinder hatten spürbar den Wunsch, getauft zu werden. Ihre Vorbereitung auf den Empfang des Taufsakramentes gehört zu den besonders schönen Aufgaben in der Sakramentenpastoral.

Bußsakrament:
In unserer Pfarrkirche gibt es regelmäßige Beichtzeiten vor der Hl. Messe am Sonntag um 8 Uhr und vor der Abendmesse am Freitag. Diese festen Zeiten werden relativ selten in Anspruch genommen. Öfter suchen Menschen die Möglichkeit zum Gespräch mit unserem Herrn Pfarrer und machen sich einen individuellen Termin dafür aus. In den Zeiten vor Weihnachten und Ostern sind die Beichtzeiten erweitert. Zusätzlich gibt es jeweils im Advent und in der Österlichen Bußzeit einen Einkehrnachmittag, bei dem die Möglichkeit besteht, das Bußsakrament zu empfangen. Zu diesen Einkehrnachmittagen kommen auch andere Priester, um den Pfarrangehörigen die Möglichkeit zu geben, bei jemandem anderen zu beichten. Oft empfangen Menschen auch im Rahmen der Besuche mit der Krankenkommunion das Bußsakrament. Bußgottesdienste werden nicht abgehalten.

Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung werden die Kinder auch auf das Bußsakrament vorbereitet. Die Unterlagen dafür wurden in der Pfarre erstellt, auch dazu gibt es eine Ergänzung für Kinder mit geistigen Behinderungen. Die Kinder gehen meistens vor den Semesterferien zur Erstbeichte, direkt vor der Erstkommunion empfangen sie ein zweites Mal das Bußsakrament. Es ist auch üblich, dass die Volksschulkinder in der dritten und vierten Klasse vor Weihnachten und vor Ostern zur Beichte gehen.

Das Bußsakrament ist ein großes Anliegen und war schon mehrmals Thema des Pfarrbriefes. Immer wieder wird versucht, den Menschen die Wichtigkeit des Lebensrückblickes, der Neuausrichtung auf mein Ziel und der Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen bewusst zu machen. Auch im Rahmen der Erstbeichtvorbereitung wird versucht, den Eltern zu zeigen, dass das Bußsakrament nicht nur etwas ist, das ihre Kinder betrifft, sondern dass es auch für sie und ihr Leben eine große Bedeutung haben kann. Aber trotzdem ist ein Rückgang der Beichtenden bemerkbar.

Firmung:
Die Firmvorbereitung beginnt in unserer Pfarre im Dezember oder Jänner und dauert bis Mai. Das Alter der Firmkandidaten beträgt vierzehn oder mehr Jahre. Die Inhalte der Firmvorbereitung sind die wichtigsten Glaubensinhalte (Gott, Jesus, Hl. Geist, Gebet, Eucharistie, Sakramente, Bibel, Kirche usw.) und zusätzlich noch Themen, die sich die Firmkandidaten selbst wählen (im heurigen Jahr waren das Sekten und Satanismus, sowie soziale Verantwortung der Kirche – Schwerpunkt fairer Handel). Diese Inhalte werden durch verschiedene Methoden in der Großgruppe oder in kleinen Einzelgruppen, die von Firmbegleitern betreut werden, bearbeitet. Dazu kommen noch Einzelgespräche mit Herrn Pfarrer und die Beteiligung an einem Pfarrprojekt, das von der Gestaltung eines Jugendgottesdienstes, Besuchen im Altersheim bis zur Mitarbeit an der Homepage reicht. Die Pfarrgemeinde wird möglichst stark eingebunden, so werden die Pfarrprojekte immer gemeinsam mit Pfarrangehörigen geplant und durchgeführt. Eine Besonderheit ist die Stunde zum Thema „Kirche“, in der Pfarrangehörige aus allen Altersgruppen und Pfarrbereichen gemeinsam mit den Firmkandidaten zu erarbeiten suchen, was Kirche bedeutet und wie sie gelebt werden kann.

Die Eltern und Firmpaten werden zu einem Abend eingeladen, der das Sakrament der Firmung zum Thema hat. Das Interesse ist meistens stärker, als bei den Elternabenden im Rahmen der Kommunionvorbereitung. Nach der Firmung werden die Jugendlichen eingeladen, an den verschiedenen auf Jugendliche zugeschnittenen Veranstaltungen teilzunehmen (Jugendkreuzweg, kreative Bibelabende für Jugendliche, Theatergruppe usw.), doch nur wenige bleiben wirklich erhalten, die meisten sieht man, wenn sie nicht schon vor der Firmung in der Pfarre aktiv waren, nicht mehr wieder.

Erwachsenenfirmungen sind ein besonderes Ereignis, die Firmkandidaten werden speziell auf dieses Sakrament durch Gespräche mit Herrn Pfarrer vorbereitet. Die Themen orientieren sich dann an den Fragen und Bedürfnissen des Firmkandidaten. Auch heuer hatten wir wieder eine Erwachsenenfirmung, eine Dame, die im vorigen Jahr Tischmutter war, hat darum gebeten, gefirmt zu werden. Diese Ereignisse zählen zu den großen Freuden im Leben der Pfarre.

Trauung:
Auf Grund des Charakters unserer Kirche und der Nähe zu mehreren sehr schönen alten Kirchen in der Umgebung finden in unserer Pfarrkirche kaum Trauungen statt. Die wenigen Paare, die sich in St. Leopold trauen lassen, sind meistens junge Erwachsene, die im pfarrlichen Leben sehr eng eingebunden sind. Die Trauungsgespräche sowohl dieser Paare, als auch der meisten Paare, die in anderen Kirchen getraut werden, werden von Herrn Pfarrer gehalten. Das Ehevorbereitungsseminar besuchen fast alle Paare in der Pfarre St. Martin, die für das Dekanat Klosterneuburg die Ehevorbereitung anbietet und ausgezeichnet durchführt.

Relativ häufig werden dafür in unserer Pfarrkirche Jubeltrauungen zur Goldenen oder Silbernen Hochzeit gehalten.

Krankensalbung:
Das Sakrament der Krankensalbung wird bei Bedarf gespendet, wobei einerseits Angehörige in der Pfarre anrufen und darum bitten, dass ein PRiester zu ihnen nach Hause oder in eines der Pflegeheime kommt, andererseits wird vom Krankenhaus der jeweils diensthabende Priester verständigt. Die Klosterneuburger Seelsorger haben einen „Dienstplan“, in den auch im Stift lebende Priester eingebunden sind, die keine Pfarre betreuen. Derjenige, der gerade Dienst hat, besucht in alle Krankenhäuser und Heime.

Krankengottesdienste mit Spendung der Krankensalbung wurden vor einigen Jahren in der Fastenzeit gehalten. Das Interesse daran war nicht sehr groß, deswegen wurden diese eingestellt.

Begräbnisliturgie:
Zu unserer Pfarre gehört kein eigener Friedhof. Doch die Begräbnisse der Pfarrangehörigen werden von Herrn Pfarrer gehalten. Zur Vorbereitung auf das Begräbnis nimmt er Kontakt zu den Hinterbliebenen auf, um ihre Wünsche zu erfragen. Die Seelenmessen werden für jeden Verstorbenen einzeln gefeiert. Zusätzlich gibt es an jedem letzten Freitag im Monat eine Heilige Messe, in der aller in den letzten zehn Jahren in diesem Monat verstorbenen Pfarrangehörigen namentlich gedacht wird. Zu diesem Gottesdienst kommen immer wieder die Angehörigen der Verstorbenen. Auch für die anderen Gottesdienstbesucher ist es schön, an Menschen erinnert zu werden, die vielleicht viele Jahre hindurch mit ihnen den Gottesdienst gefeiert haben und von denen wir hoffen, dass sie in der ewigen Herrlichkeit sind. Zu Allerseelen beim Totengedenken werden die Verstorbenen des vergangenen Jahres namentlich erwähnt.

Weitere Gottesdienstformen:
Zusätzlich zu den Eucharistiefeiern gibt es in unserer Pfarre ein breites Angebot an anderen Gottesdiensten, die sehr gerne angenommen werden. Es ist immer wieder überraschend, wie viel mehr Menschen in die Kreuzweg- oder Maiandachten kommen, als in die Wochentags-Abendmessen.

In den Sommermonaten werden, wie schon erwähnt, in der Kirche Laudes und Vesper gebetet. Auch auf unserer Fußwallfahrt wird jeder Tag so begonnen und beendet.

Bei den Andachten gibt es eine Vielzahl von Andachten für Kinder, zum Beispiel Advents- und Krippenandacht, Aschenkreuzfeier, Kinderkreuzwege und eine Maiandacht für Kinder. Für Erwachsene gibt es außer der in der Fastenzeit wöchentlich stattfindenden Kreuzwegandacht und der im Mai zweimal pro Woche gefeierten Maiandacht eine Eucharistische Andacht am Anbetungstag der Pfarre und Einkehrtage im Advent und in der Fastenzeit, sowie einen Einkehrnachmittag für die Kommunionspender mit Eucharistischer Andacht. Der Anbetungstag wird am 29. September, dem Tag der Grundsteinlegung und Fest der Heiligen Erzengel, gefeiert. Das Allerheiligste ist den ganzen Tag zur Anbetung ausgesetzt und die Pfarrangehörigen wechseln sich in der Anbetung ab. Auch das regelmäßige Rosenkranzgebet gehört zu den in der Pfarre üblichen Gottesdienstformen.

Zum Punkt „andere Feiern im Kirchenjahr“ seien noch das Erntedankfest, das sowohl in der Kirche als auch im Kindergarten gefeiert wird, erwähnt, das Martinsfest und unser Patrozinium, das wir am fünfzehnten Februar, dem Fest der Erhebung der Gebeine des Hl. Leopold, feiern.

Wir bemühen uns, die Hauskirche durch die verschiedenen Behelfe für den Advent, die vom Behelfsdienst herausgegeben werden, zu unterstützen. Sie werden gut angenommen und hoffentlich auch verwendet.

Heuer zum neunten Mal geht eine Gruppe aus unserer Pfarre zu Fuß nach Mariazell. Die Gruppe der Fußwallfahrer besteht aus einem „harten Kern“, um den sich immer neue, immer mehr begeisterte Pilger scharen. Die Fußwallfahrt ist zu einem wichtigen und bereichernden Punkt des Pfarrlebens geworden. Zu diesem Punkt gehören aber sicher auch die diözesane Ministrantenwallfahrt und die Männerwallfahrt, an denen die Pfarre teilnimmt, sowie die alljährlich veranstaltete Pfarrwallfahrt, bei der per Autobus nebst einem kulturellen Rahmenprogramm ein Wallfahrtsort der näheren bis weiteren Umgebung besucht wird.

Verkündigung

Den Auftrag, unseren Glauben an Jesus Christus zu den Menschen zu tragen, nehmen die Verantwortlichen und Mitarbeiter in der Pfarre sehr ernst. Auf vielerlei Arten wird versucht, in allen Altersgruppen unsere Glaubensinhalte weiterzutragen. So gibt es schon, bedingt durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landeskindergarten, für die Schuleintrittskinder im Kindergarten alle vierzehn Tage eine Art „Religionsstunde“, zu der unsere Pastoralassistentin und eine Mithelferin in den Kindergarten gehen. Dort wird durch Spiel und Lied, Vorlesen einer Jesusgeschichte und Gestalten eines Plakates in einfacher Form versucht, schon die Kleinen zu erreichen. Auch in der Jungschar und bei den Ministranten wird wöchentlich das Sonntagsevangelium gelesen und besprochen. In der Gruppe der Jugendlichen zwischen zehn und vierzehn Jahren werden verschiedene Bücher des Alten Testaments gelesen und besprochen, je nachdem, wofür sich die Jugendlichen interessieren. Auch das alle vierzehn Tage stattfindende Bibelgespräch und die immer wieder veranstalteten kreativen Bibelabende für Jugendliche und junge Erwachsene sind sicher zu diesem Punkt zu nennen. Die Sakramentenpastoral ist ebenso ein Mittel zur Glaubensverkündigung, das sehr ernst genommen wird. In der Erwachsenenbildung werden regelmäßig religiöse Themen aufgegriffen und in einzelnen Abenden den Pfarrangehörigen nahegebracht. Auch unser Pfarrbrief, der viermal jährlich erscheint, hat jedes Mal ein religiöses Thema, zu dem verschiedene Pfarrangehörige und „Gastautoren“ schreiben. Ein Team von fleißigen Redakteuren bemüht sich um die vorbildliche Gestaltung des Pfarrbriefes, der von einer Unzahl freiwilliger Helfer in alle Haushalte unseres Viertels ausgetragen wird.

Die sonntäglichen Predigten werden in erster Linie von Herrn Pfarrer gehalten. Da er auf Grund seiner doppelten Aufgabe immer wieder im Ausland ist, hat die Pfarre regelmäßig Gastprediger. Eine Besonderheit dabei ist der Weltgebetstag für Geistliche Berufe, an dem jeweils ein Kleriker des Stiftes Klosterneuburg die Predigt in den Sonntagsgottesdiensten hält.

Das Jahr der Bibel ist in unserem Dekanat ein gemeinsamer Schwerpunkt. Die Veranstaltungen werden für das gesamte Dekanat geplant und pfarrübergreifend durchgeführt. Dennoch wird auch in der Pfarre selbst ein Akzent gesetzt, indem der erste Pfarrbrief in diesem Jahr das Jahresthema der Erzdiözese behandelt hat (Suchen und finden- Jahr der Bibel 2003) und seit Beginn des Arbeitsjahres (September 2002) eine fortlaufende Reihe über die Bücher der Bibel im Pfarrbrief erscheint.

Die Erwachsenenbildung wird in unserer Pfarre sehr wichtig genommen, ein engagiertes Team von Mitarbeitern kümmert sich um immer neue Themen und Vorträge. So war erst in der Fastenzeit eine Reihe von Vorträgen des Katholischen Bildungswerkes mit dem Thema „Woran glauben wir eigentlich, wenn wir an Gott glauben“. Zum ersten Mal wurde heuer eine Bildungsreise nach Assisi veranstaltet. Die Beteiligung war gut und die Reise ein großer Erfolg.

Ein Schriftenstand ist in der Pfarrkirche vorhanden und wird für die verschiedensten Zeitschriften (Alle Welt, Kirchenzeitung, usw.) und Informationsblätter genutzt. Der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des Pfarrgemeinderates ist ebenfalls sehr aktiv, er ist nicht nur für die Herausgabe des schon oben erwähnten Pfarrbriefes verantwortlich, sondern auch für die Erstellung des in der Kirche für alle interessierten aufliegenden Monatsprogrammes (das auch an alle Kinder in der Volksschule verteilt wird) und für die Falter, die für den Advent und die Österliche Bußzeit erarbeitet wurden, alle Veranstaltungen und Gottesdienste in dieser Zeit enthalten und in vielen Geschäften und Banken des Viertels aufgelegt werden. Die Website wird von einem engagierten Team aus Jugendlichen und Erwachsenen betreut und bemüht sich um Aktualität. Der Schaukasten der Pfarre wird nicht nur zur Informationsweitergabe genützt, sondern auch zur Vermittlung religiöser Botschaften.

Um Kontakte zur lokalen Zeitung, der NöN, sind wir immer bemüht, viele Veranstaltungen werden in ihr angekündigt.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Kindergarten und Pfarre ist wohl als außergewöhnlich gut zu bezeichnen. Sowohl der Pfarrer als auch die Pastoralassistentin haben jederzeit die Gelegenheit, in die Schule oder den Kindergarten zu kommen (und nützen diese auch regelmäßig), um die Kinder zu Veranstaltungen oder ähnlichem einzuladen. Die Schule unterstützt auch die Erstkommunionvorbereitung sehr. Feste im Jahreskreis wie Adventkranzsegnung, Erntedank, Martinsfest werden gemeinsam geplant und gefeiert. Auch die Schulgottesdienste werden gemeinsam vorbereitet und entweder vom Schulchor oder dem Jugendchor musikalisch gestaltet. Die regelmäßigen religiösen Unterweisungen im Kindergarten wurden bereits erwähnt. Zu diesem Punkt möchten wir auch unseren Spielplatz vor der Kirche erwähnen, der auf Pfarrgrund von der Stadtgemeinde nach Plänen der Volksschulkinder errichtet wurde. Er ist vielleicht eines der besten Beispiele dafür, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Pfarre, Stadtgemeinde, Schule und Kindergarten funktioniert.

Der Arbeitskreis Mission hat als Schwerpunkt den fairen Handel. Einmal im Monat gibt es einen Stand im Pfarrcafe, bei dem fair gehandelte Produkte erworben werden können. Dieser Stand wird von einer Jugendgruppe betreut, bei der auch Firmkandidaten mitarbeiten. Andere Schwerpunkte sind der Sonntag der Weltkirche, an dem in allen Gottesdiensten das Kinder- und das Jugendprojekt, sowie die Ziele der Sammlung von einem sehr engagierten Jugendlichen, der Mitglied im Missionsausschuss ist, beschrieben werden. Auch das Heft „Alle Welt“ wird verteilt und beworben.

Der Arbeitskreis für Schöpfungsverantwortung bemüht sich um Veränderungen im Pfarralltag (von der Energiesparlampe bis zur Mülltrennung), um die Pfarre umweltfreundlicher zu gestalten.

Caritas

Die Aufgabe in unserer Pfarre konzentriert sich auf die Betreuung alter, kranker Menschen in den drei naheliegenden Altersheimen bzw. auf den Besucherdienst unserer Pfarrangehörigen im Krankenhaus. Unsere Pfarre ist kaum mit Ausländerproblemen konfrontiert.

Wir sind in der glücklichen Lage eine Pastoralassistentin zu haben, so gestaltet sich die Koordination der Aufgaben der Pfarrcaritas mit den anderen Gruppen nahezu ideal.

Die monatlich stattfindende Seniorenjause wird des öfteren auch literarisch u. musikalisch untermalt und kann auf das zehnjährige Bestehen zurückblicken, welches heuer entsprechend gefeiert wurde.

Geburtstagsglückwünsche mit einem kleinen Geschenk für unsere betagten Pfarrangehörigen werden durch persönliche Besuche überbracht. Ebenso erfolgt zu Ostern und Weihnachten ein zusätzlicher Besuch in den Seniorenheimen, wobei Bastelkunstwerke der Jungscharkinder übergeben werden.

Zu den Projektaufgaben in der Firmgruppe zählt auch der Besuch in den Seniorenheimen, welcher von den Heiminsassen mit Liebe und Dankbarkeit aufgenommen wird.

Die Zusammenarbeit mit Stift und Gemeinde funktioniert auch hier vorbildlich, wodurch im Zuge der Weihnachtsaktion finanziell Schlechtgestellten tatkräftig mit Einkaufsgutscheinen geholfen werden kann.

Der Kontakt zu anderen Referaten der Caritas in Klosterneuburg ist gegeben und an Zusammenkünften gestaltet vom Referat der Erzdiözese Wien wird teilgenommen, wobei auch schon einige Male deren Hilfe in Anspruch genommen und gegeben wurde (Wohnprobleme, Verschuldung).

Bei Krankenbesuchen ist die tatkräftige Unterstützung durch die Spitalsleitung zu erwähnen, die uns jede Woche die Patientenliste zur Verfügung stellt

Für die Zukunft wäre es wünschenswert, dass immer wieder Caritas-Mitarbeiter zur Verfügung stehen, die über die notwendige Sensibilität verfügen, die versteckten Probleme in der Pfarre zu sehen bzw. erkennen, wann ein persönlicher Besuch zur Freude und nicht zur Last wird.

Caritasmessen als Trost für seelisch und körperlich Bedürftige bekommen in dieser Zeit mehr und mehr an Bedeutung und sollten regelmäßig beibehalten werden.

Geistliche und Kirchliche Berufe

Da unser Pfarrer bis Sommer 2003 gleichzeitig Novizenmeister des Stiftes sein wird, ist der Themenkreis geistliche Berufe naturgemäß ein großes Anliegen. Aber auch schon bei seinem Vorgänger war das Gebet um Berufungen nicht nur in regelmäßigen Fürbitten und durch die Gestaltung des Weltgebetstages für geistliche Berufe ein deutliches Anliegen, sondern auch sein Beispiel als Seelsorger und Priester war für viele vielleicht Anlass, über die eigene Berufung nachzudenken. Der Kontakt zum Noviziat des Stiftes ist sehr gut, die Novizen und Kleriker arbeiten nach ihren Möglichkeiten in der Pfarre mit und werden von den Menschen in der Pfarre gerne aufgenommen. Viele Freundschaften, die vielleicht gerade den aus dem Ausland kommenden Novizen hilfreich sind, sind so entstanden. Da die Augustiner Chorherren nach ihrer Priesterweihe die Primiz immer im Stift Klosterneuburg feiern, war in unserer Pfarre schon lange keine „wirkliche“ Primiz mehr. Die letzte Nachprimiz eines aus der Pfarre stammenden Ministranten war 1998 die Nachprimiz von Hw. Herrn Mag. Anton Höslinger, der zur Zeit Provisor in Donaufeld ist. Wir können auch auf eine recht große Zahl von Berufungen aus unserer Pfarre blicken, sowohl zum Priesterstand, als auch in den Ordensstand oder zu kirchlichen Berufen. So stammen ein Weltpriester, drei Augustiner Chorherren, ein Diakon, eine Franziskanertertiarin, eine Barmherzige Schwester und unsere Pastoralassistentin aus unserer Pfarre.

Lebendige Pfarre – Laienapostolat

Katholische Verbände und ähnliches gibt es in der Pfarre nicht, auch die Mitglieder der Katholischen Aktion haben sich in den letzten Jahren sehr reduziert.

Einer der Schwerpunkte der Pfarrpastoral ist sicher die Kinderpastoral. Für Kinder gibt es von der Vorschulzeit an bis zur vierten Klasse Gymnasium oder Hauptschule Kinder- bzw. Jugendgruppen. Diese Gruppen sind sehr gut besucht und eine große Hoffnung für alle Beteiligten. Auch die Jugendpastoral nehmen wir sehr wichtig, das zeigt sich auch durch die große Zahl jugendlicher Ministranten, durch den Jugendchor, der um die zwanzig Mitglieder (Burschen und Mädchen) hat und durch die vielen Jugendlichen, die bei verschiedenen Pfarraufgaben (Homepage, Heimstunden, usw.) mitarbeiten. Es gibt auch eine aktive Jugend-Theatergruppe, die im Pfarrheim probt.

In der Ehe- und Familienpastoral hat sich nach der letzten Pfarrgemeinderatswahl eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die ihre Aufgabe sehr ernst nimmt. So wird ein Gottesdienst im Monat von je einer Familie gestaltet. Andere Ideen der Arbeitsgruppe waren Familienwanderungen im Herbst und zu Christi Himmelfahrt, ein Spielenachmittag und vieles mehr.

Unsere Pfarre ist ein großes Zuzugsgebiet, da viele neue geförderte Eigentumswohnungen von der Stadtgemeinde nahestehenden Wohnbaugenossenschaften gebaut werden und wurden. Wir haben uns eine Zeit lang bemüht, die Neuzugezogenen anhand der Liste aus der Erzdiözese anzuschreiben. Da die Informationen der Datenstelle aber teilweise so wenig korrekt sind, dass es zu peinlichen Situationen gekommen ist, haben wir aufgehört, die Personen auf der Liste anzuschreiben. Der Kontakt zu neuzugezogenen Familien wird jetzt meistens über Kindergarten und Volksschule hergestellt.

Die Bemühungen um die Ausgetretenen werden sehr wichtig genommen, jeder der seinen Austritt ankündigt, aber auch jeder, der ausgetreten ist, wird persönlich kontaktiert, brieflich, durch Anruf und wenn erwünscht mitunter auch durch Besuch. Auch die Aktion „Vision 2000“, bei der alle Ausgetretenen angeschrieben wurden, ist in der Pfarre durchgeführt worden.

Pfarrgemeinderat

Bei der letzten Pfarrgemeinderatswahl wurden genau die selben sechs Personen wieder in den PGR gewählt, die schon beim letzten Mal in ihm vertreten waren, und das, obwohl es achtzehn Kandidaten gab. Das war für uns eine schöne Bestätigung der Arbeit des PGR. Auch die große Anzahl der Kandidaten sehen wir als Bestätigung an, da sich scheinbar viele Pfarrmitglieder vorstellen können, im PGR mitzuarbeiten, und sich darum beworben haben. Zusätzlich wurden zwei neue Personen in den PGR delegiert. Die Mitglieder des PGR sind in der Pfarre gut bekannt, einerseits durch den Pfarrbrief, in dem sie alle mit ihren Funktionen vorgestellt wurden, durch den Schaukasten, aber vor allem durch ihre Arbeit in der Pfarre.

Der PGR arbeitet in seinen Ausschüssen, regelmäßig werden Sitzungen gehalten, in denen aus den Ausschüssen berichtet wird und wichtige Dinge beschlossen werden.

Die Bereitschaft der PGR-Mitglieder, sich in der Erzdiözese weiterzubilden, ist grundsätzlich vorhanden, die Erfahrungen sind aber eher negativ. Es wird bemängelt, dass der Inhalt dieser Weiterbildungen wenig von Interesse ist, dass immer wieder die gleichen Themen und Inhalte angeboten werden, dass die Veranstaltungen „als Freizeitgestaltung für Pensionisten und Hausfrauen“ gewertet werden, für Menschen, die im Berufsleben stehen, aber meistens wenig bringen und viel Zeit kosten. Ausgenommen von dieser Kritik wurden mit Nachdruck die Veranstaltungen des Amtes für Kirchenmusik und die Einkehrtage, die immer wieder gut gelingen.

Das Leitbild der Erzdiözese und des Pfarrgemeinderates sind bekannt.

Wir sind in der glücklichen Lage, eine große Schar von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu haben, die durch ihre vielfältigen Leistungen das Gelingen jeder Veranstaltung, und jedes Gottesdienstes, einfach das Wohlfühlen in der Pfarre, ermöglichen. Ihre Arbeit wird hoch geschätzt, auch die unauffälligen Dienste, die vielfach untergehen. Herr Pfarrer und die Pastoralassistentin bemühen sich um die Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, je nachdem, in welchem „Bereich“ sie tätig sind. Die Anerkennung wird auf vielerlei Art und Weise spürbar, vom einfachen „Danke sagen“ bis hin zu kleinen Aufmerksamkeiten oder einem Abendessen, das vom Pfarrer selbst gekocht wurde.

Feste und Feiern

Zusätzlich zu den Festen und Feiern, die das Kirchenjahr mit sich bringt und die immer durch entsprechende liturgische Gestaltung aber auch anschließende Feier im Pfarrcafe begangen werden (jeden Sonntag Pfarrcafe, Agape mit Brot und Wein am Gründonnerstag, Ostereiersuchen für die Kinder am Ostersonntag, Feiern nach Erstkommunion und Firmung, gemeinsames Frühstück nach der Rorate-Messe, Silvesterpunsch nach der Jahresschlussmesse…) sind als spezielle Feste und Feiern der Pfarrheurige im September zu nennen, mit dem das Arbeitsjahr begonnen wird. Andere Feste sind das Erntedankfest, das im Rahmen eines Kindergottesdienstes gefeiert wird, unser Patrozinium, zu dem alljährlich Hwst. Herr Propst Bernhard Backovsky zu uns kommt, das Faschingsfest, bei dem entweder die Jungscharkinder oder die Theatergruppe für Unterhaltung sorgen, sowie das Kinderspielefest, das alljährlich am Ende des Arbeitsjahres stattfindet, und das von hundert bis hundertfünfzig Kindern besucht wird. Bei der Vorbereitung und Gestaltung der Feste werden die unterschiedlichsten Gruppen einbezogen, von den Damen, die das Pfarrcafe vorbereiten bis zu den Firmkandidaten und Jugendlichen, die beim Kinderspielefest die Stationen betreuen. Durch die Feste werden oft auch Menschen eingeladen, die der Kirche nicht so nahe stehen. Es ist eine Möglichkeit, Menschen einzubinden, die gerne mithelfen und sich bei der Gestaltung einbringen.

Überpfarrliche Zusammenarbeit / Kontakte

Die Zusammenarbeit im Dekanat Klosterneuburg ist gut. Durch regelmäßige Dekanatstreffen ist es Herrn Dechant Leopold Streit gelungen, dass die hauptamtlichen Mitarbeiter und die stellvertretenden Vorsitzenden der einzelnen Pfarren einander kennen lernen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit immer größer wird. Als Aktivitäten, die vom gesamten Dekanat gemeinsam getragen werden seien genannt: der Weltgebetstag der Frauen, den unsere Pastoralassistentin für das Dekanat koordiniert, das Taize-Gebet, das einmal im Monat in jeweils einer anderen Pfarre stattfindet, die Veranstaltungen zum Jahr der Bibel, die Ehevorbereitung und zahlreiche Vorträge, zu denen in allen Pfarren eingeladen wird.

Die Zusammenarbeit im Vikariat ist vor allem im Bereich der Kirchenmusik gut. Auch die Sitzungen der stellvertretenden Vorsitzenden des PGR werden regelmäßig besucht.

Der Kontakt zur Erzdiözese beschränkt sich vor allem auf die Ministranten, bei denen in der jüngeren Vergangenheit ein neuer Impuls zur Zusammenarbeit gesetzt wurde.

Kontakte

Der Kontakt zur Evangelischen Pfarre in Klosterneuburg ist sehr gut, nicht nur durch die Zusammenarbeit im Rahmen des Weltgebetstages der Frauen, sondern auch durch das Taize-Gebet und die ökumenischen Schulgottesdienste, die in unserer Pfarre immer wieder gefeiert werden.

Die Bedeutung nichtchristlicher Religionen ist in unserem Pfarrgebiet sehr gering, da der Ausländeranteil und damit die Anzahl der Muslime sehr klein ist.

Finanzen

Die Erfahrungen, die die Pfarre mit den „Pfarrfinanzen neu“ hat, sind, dass wir immer weniger Geld bekommen, obwohl die Anzahl der Katholiken in unserem Pfarrgebiet stetig ansteigt. Diese Tendenz ist gleich geblieben, obwohl die Einschleifregelungen seit dem Jahr 2001 vorbei sind. Das Verständnis der Verantwortlichen und des PGR dafür, dass prozentuell so viel Geld für die Belange der Erzdiözese und anderer verwendet wird, ist dabei sehr gering. Die Pfarre überlebt von dem Geld, das im „Klingelbeutel“ gesammelt wird, Geld für Investitionen oder gar für Rücklagen ist nicht vorhanden. Außerordentliche Anschaffungen können nur durch spezielle Sammlungen (zum Beispiel Weihnachtsmarkt, Pfarrheuriger usw.) finanziert werden. Die Punkte, an denen sich die Pfarrmitarbeiter, hauptamtlich wie ehrenamtlich, am meisten stoßen, sind, dass der Verwaltungsapparat in der Erzdiözese nicht verkleinert wird, obwohl die Katholikenzahl sinkt, dass zwar Pfarren an ihrer „Mitgliederzahl“ bewertet werden, nicht aber diözesane Einrichtungen wir zum Beispiel die Katholische Aktion. Mehr Potential zu Sparen ist in der Pfarre nicht mehr vorhanden. Da aber der Kontakt zu den Menschen, besonders auch zu Menschen, die ihren Austritt angezeigt haben, oder auch Suchende, die Interesse an der Kirche haben usw. nicht über Aussendungen der Erzdiözese, sondern nur über das Gespräch mit dem Einzelnen hergestellt werden kann, ist die Lösung, die kleinen Pfarren finanziell auszuhungern, sicher nicht sehr zukunftsorientiert und zielführend.

Die Kirchenbeitragsberatung findet im Dekanat Klosterneuburg einmal pro Woche in der Stiftspfarre statt. Menschen, die Fragen haben, werden dorthin verwiesen. Bei speziellen Problemstellungen (alte Menschen, die eine kleine Pension haben,…) interveniert auf Wunsch die Pfarre.

Jeder, der bei der Kirchenbeitragsstelle seinen Austritt ankündigt, wird von der Pfarre persönlich kontaktiert. Das ist oft sehr schwierig, führt aber immer wieder zu positiven Lösungen. Die Briefe der Kirchenbeitragsstelle sind dabei mitunter so formuliert, dass es nicht immer verwunderlich ist, dass Menschen daraufhin austreten. Es ist sicherlich sehr schwierig, da den richtigen Weg zu gehen. Aber manchmal wäre etwas mehr Nachgiebigkeit sicher zielführender, auf der anderen Seite hat es gerade bei jungen „Taufscheinchristen“ wenig Sinn, sie wieder und wieder zu kontaktieren.

Besondere Aktivitäten und Projekte der Pfarre in den vergangenen fünf Jahren:

In den vergangenen fünf Jahren hat sich einiges an Erneuerungen ergeben, besonders dadurch, dass durch den Pfarrerwechsel vieles neu entstanden ist.

Auf baulicher Seite ist dabei in erster Linie das neue Kirchendach und die Innenrestaurierung der Kirche zu nennen, die zu einem großen Teil aus Spenden der Pfarrangehörigen, wobei in erster Linie der Kirchenerhaltungsverein, ein Verein, der sich die Unterstützung der Erhaltung von Kirche und Pfarrheim zum Ziel gemacht hat, aber auch durch die Hilfe der Stadtgemeinde und des Stiftes zustande gekommen ist. Auch der Kinderspielplatz, der von der Stadtgemeinde vor der Kirche errichtet wurde, ist unter diesem Punkt zu nennen.

In der Liturgie hat es Erneuerungen im Familien- und Kindergottesdienst gegeben, auch der Kantorendienst wurde für alle Sonntagsmessen eingeführt. Im vergangenen Jahr wurden die Rorate -Messen im Advent mit großem Erfolg begonnen.

Zusätzlich wären noch die neue Mappe zur Erstkommunionvorbereitung und zur Firmvorbereitung, die erarbeitet wurden, zu nennen, die Website, die Fußwallfahrt nach Mariazell, sowie die Zusammenarbeit mit dem Juniorat des Stiftes, die sich als sehr fruchtbar erwiesen hat.

Besondere pastorale Schwerpunkte in den nächsten fünf Jahren

Als besondere Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre sind einerseits die Bemühungen in der Kinder- und Familienpastoral zu nennen, andererseits auch die „mittelalterlichen“ Erwachsenen, die weder in die Gruppe der Senioren noch in die der Familien einzuordnen sind und oft „durch den Rost“ fallen. Neue pastorale Ziele und Schwerpunkte sind aber sicher erst konkret mit unserem neuen Pfarrer Simon Nguyen zu definieren.

Das Hauptziel der Pfarre ist, dass wir weiter als Pfarre existieren wollen, weil wir eine lebendige Gemeinschaft sind, die kontinuierlich Tag für Tag Eucharistie feiert, betet und zwischenmenschliche Kontakte erhält.

Hilfestellung durch Zentralstellen

Die große Schwierigkeit an den Hilfen ist, dass die personenbezogenen Daten oft falsch sind, oft viel zu spät kommen und oft nicht benötigt werden. Korrekturen, die die Pfarre an die Datenstelle weiterleitet, werden sehr oft nicht berücksichtigt.

Es wäre hilfreich, die Papierflut, die über die Pfarren hereinbricht, etwas einzudämmen. Viele Zuschriften kommen einmal an die Pfarre, einmal an den Pfarrer, einmal an die Pastoralassistentin. Wir sind gezwungen, kostensparend zu arbeiten und viele unserer Briefe persönlich auszutragen, um Porto zu sparen. Etwas mehr Sparsamkeit auf Seiten der Erzdiözese wäre angebracht.

Was als sehr positiv gesehen wurde, waren die Angebote vom Katholischen Bildungswerk und die sehr guten Vortragenden, die in die Pfarre geschickt wurden.

Auch die Regelung, dass die Kosten von baulichen Veränderungen und Reparaturen an Kirche und Pfarrheim zu einem Drittel von der Erzdiözese übernommen werden, ist eine große Hilfe.

Der Vorschlag der Erzdiözese, das Kirchengrundstück in das Eigentumsrecht der Pfarre zu übergeben wurde dankbar angenommen und der entsprechende Vertrag abgeschlossen.

Die Fortbildungsangebote sind für Berufstätige meistens eher ungünstig. Die Fachtage wiederholen sich inhaltlich oft. Was gerne angenommen wird, sind die Einladungen zu den Einkehrtagen, die als gut beschrieben werden und eine religiöse Vertiefung bringen können.

Organisation

Die Pfarrkanzlei wird von der Pastoralassistentin geleitet. Zweimal pro Woche ist Kanzleistunde, einmal am Vormittag, einmal am Nachmittag. In dieser Zeit ist die Pastoralassistentin zu sprechen, meistens auch der Pfarrer. Andere Zeiten werden telefonisch abgesprochen.

Auf Grund der doppelten Belastung des Pfarrers ist er oft nicht leicht erreichbar. Für Notfälle steht im Stift aber immer ein Priester zur Verfügung.

Die Kirche wird von einem ehrenamtlichen Mesner betreut und gereinigt, den Blumenschmuck stellen drei Damen aus der Pfarre zusammen.

In der Pfarre steht neben dem Pfarrhaus, das die Wohnung des Pfarrers beinhaltet, noch das Pfarrheim zur Verfügung, das aus einem großen, unterteilbaren Raum besteht, die Kanzlei, ein kleines Besprechungszimmer, sowie eine Küche und die Toiletten.

Die Pfarrchronik wird von der Pastoralassistentin geführt. Ein Inventarverzeichnis liegt im Stift Klosterneuburg auf.

Entwicklungen, Probleme, Chancen und Herausforderungen der Pfarre

Wir sind dankbar für vieles. Wir freuen uns im besonderen über die Opferbereitschaft so vieler Menschen, die Zeit, Geld und vieles andere in der Pfarre einbringen. Wir sind dankbar für die gute Gemeinschaft und den familiären Geist, der in der Pfarre herrscht, dafür dass es keine Gruppenbildungen und Polarisierungen gibt. Das gute Miteinander von Alt und Jung bereitet uns besonders große Freude. Wir sind dankbar für die vielen stillen Beter, von denen unsere Pfarre getragen wird, die den Segen Gottes auf sie herabrufen und alles begleiten. Wir sind sehr dankbar für die schön gestaltete Liturgie, für die beiden Chöre (Kirchenchor und Jugendchor), die durch viel Energie und Enthusiasmus der Chorleiter wachsen und gedeihen. Wir sind nicht zuletzt dankbar dafür, dass wir so viele freiwillige Mitarbeiter aus allen Altersgruppen haben, dankbar auch für die Hoffnung und den Optimismus, mit denen an der Pfarre gearbeitet und gebaut wird.

Hoffnung gibt uns, dass die Pfarre spürbar wächst und für viele Menschen ein Ort ist, an dem sie sich wohl und geborgen fühlen. Hoffnung gibt uns außerdem, dass es uns noch immer als Pfarre gibt und wir auch einen Hirten für die Herde haben.

Sorge bereitet uns die Tendenz der Erzdiözese, große unüberschaubare Einheiten den kleinen, gut funktionierenden den Vorzug zu geben.

Wir haben uns bemüht, ein Bild von unserer Pfarre zu zeichnen, von einer Pfarre, die uns allen sehr am Herzen liegt. Wir sehen dem Besuch seiner Eminenz mit großer Hoffnung und Freude entgegen, bei dem wir die Gelegenheit haben werden, ihm zu sagen, was uns am Herzen liegt, und bei dem er vielleicht den einen oder anderen der Menschen, durch die diese Pfarre lebendig ist, persönlich kennen lernen kann.

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