Beschreibung der Pfarrkirche St. Leopold

Die Kirche ist zwischen den Straßenzügen Sachsengasse und Kollersteig auf einem geneigten, trapezförmigen Grundstück gelegen. Nach Süden schließt der pfarreigene Spielplatz an, der an die Andreas Hoferstraße grenzt. Nach Norden geht das Kirchengrundstück in eine dreieckige Parkanlage über.

Der schmucklose Zweckbau wurde in den Jahren 1936 bis 1938 von der Baufirma Josef Schömer & Sohn nach Plänen des Architekten Wondracek aus St. Pölten errichtet. Der Fassungsraum ist für ca. 400 Personen ausgelegt.

Man betritt die Kirche durch eine Vorhalle, in der sich der Beichtstuhl und das Taufbecken befinden. Sie ist vom Kirchenschiff durch ein massives Eisengitter getrennt. Über der Vorhalle befindet sich die Empore, auf der die ursprünglich für St. Gertrud gebaute Orgel mit 8 klingenden Registern aufgestellt ist. Unter der Vorhalle liegt die Krypta mit dem Franziskusaltar, der zu Ostern zur Aufbewahrung des Allerheiligsten verwendet wird.

Innenansicht Kirche

Orgelpfeifen

Innenansicht Kirche

Im Kirchenschiff ist rechter Hand der aus Waldviertler Granit hergestellte Sakramentsaltar, linker Hand der Marienaltar aus demselben Material. Das stark erhöhte Presbyterium ist vom Kirchenschiff durch eine Kommunionbank getrennt. Rechts und links vom Aufgang befindet sich je ein Ambo. An der Südwand der Kirche hängt ein großes, eindrucksvolles, gekröntes Kreuz ohne Korpus. Darunter befinden sich der Priestersitz und die Sitze für die Ministranten.

Erhellt wird die Kirche durch 8 bunte Glasfenster mit folgenden Darstellungen: Links die Heiligen Nikolaus, Bruno, Martin und Monika –rechts die Heiligen Augustinus, Erzengel Michael, Antonius und Josef. Die Fenster wurden von verschiedenen Personen bzw. Personengruppen gespendet. Weiters ist hinter der Orgel ein großes Doppelfenster und auch im Altarraum, der unter dem Turm gelegen ist, sind Fenster.

Fenster des Hl. Martin

Fenster des Hl. Antonius

An Nebenräumen besitzt die Kirche lediglich eine kleine Sakristei und den Raum für die Heizanlage.

Fenster der Hl. Monika

Fenster der Hl. Josef

Spiritueller Mittelpunkt des Kirchenraumes ist der moderne, freistehende Hochaltar aus Adria-Greccio-Marmor. Dem Beschauer zugekehrt ist eine Darstellung des apokalyptischen Lammes, die zugleich die 15. Kreuzwegstation darstellt. Sowohl Kreuzweg als auch Altar stammen aus der Hand des akademischen Malers und Diplomgraphikers Hermann Bauch aus Kronberg.

In diesem Rückblick konnte nur das äußerlich wahrnehmbare Geschehen in der Pfarre während des fünfzigjährigen Bestehens aufgezeigt werden. Wie im menschlichen Leben so ist es auch hier: Das Spirituelle ist nicht erfaßbar und kann darum auch nicht beschrieben werden. Nun liegt aber gerade darin die Berufung und Hauptaufgabe einer Pfarrgemeinde. Alles andere ist diesem Hauptzweck untergeordnet.

Diese ersten 50 Jahre in der Pfarrgeschichte von St. Leopold müßten Beweis sein, daß der Geist Gottes weht, wo er will. Sie sollen der Beginn für das weitere Wirken der Gnade Gottes bis in die ferne Zukunft sein. Das wäre das schönste Geschenk zum Weihejubiläum an unsere Pfarre!

 

Ein Gedanke zu „Beschreibung der Pfarrkirche St. Leopold

  1. We were an American family of 10 children who lived on Weidlinger str 3A from 1968 to 1971. We loved Pater Schwab and St Leopolds.
    James Gillcrist

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